ZusammenLeben

Ein Beitrag zu interkultureller Kompetenz

 

Die Migration von Menschen ist so alt wie die Menschheitsgeschichte: Menschen wandern aus den unterschiedlichsten Gründen, suchen neue Lebensräume – und haben sich nicht zuletzt auf diese Weise über den Globus verteilt. Was uns heute Migration als etwas „Unnatürliches“, womöglich sogar Störendes wahrnehmen lässt, ist das Vorhandensein von nationalstaatlichen Grenzen. Grenzen haben – im Verständnis unserer Lebensspanne – etwas Fixiertes, Unverrückbares. Im von Grenzen umgebenen Raum sorgt der Staat für unsere Sicherheit und Wohlfahrt, gewährt uns Freiheit und Menschenrechte und stellt uns Möglichkeiten der Bildung zur Verfügung. Als Staatsbürgerinnen und Staatsbürger fühlen wir uns in diesem Raum geschützt.

 

Grenzen sind aber in den allermeisten Fällen – und spätestens seit dem Ende des Kalten Krieges – keine Mauern, keine starren Gebilde. Starr ist der Raum, den sie umgeben und der unsere heutige Weltkarte abbildet. Das bedeutet nicht, dass das Staatsgebiet auf ewig und für alle Zeiten festgeschrieben ist: Staaten verändern sich, verlagern ihr Territorium, verschieben mittels Annektion oder Sezession ihre Grenzen, wie wir anhand der Geschichte und auch der Gegenwart beobachten können.

 

Grenzen sind häufig durchlässig: Menschen überschreiten Grenzen. Sie reisen aus dem Staatsgebiet heraus und wieder hinein, oder sie sind auf der Suche nach Asyl und einem sicheren Ort zum Leben. Menschen, die einreisen, weil sie ihre Heimatländer verlassen mussten, die auf der Suche nach Geborgenheit für sich und ihre Angehörigen ein Stück „unseres“ Landes als Lebensraum abhaben möchten, werden häufig als „fremd“ wahrgenommen, als „Störfaktoren“ in den Grenzen „unseres“ Staates. Auch wenn wir ihnen meist mit Neugier und Interesse – oder auch einfach mit Desinteresse – begegnen, machen sich Scheu und Ängste breit. Gerade dann, wenn jahrhundertealte Desinformation zu festsitzenden Vorurteilen geführt haben.

 

Wo Menschen mit Verbindungen zu verschiedenen Kulturräumen zusammentreffen, kommt es fast zwangsläufig zu Missverständnissen, die wiederum Berührungsängste nach sich ziehen. Zahlreiche (absolut berechtigte!) Debatten über Rassismus in Wörtern machen es uns auch nicht unbedingt leichter, aufeinander zuzugehen. Dabei möchten wir doch die „fremden Menschen“ kennenlernen, ihnen begegnen, uns mit ihnen austauschen – und idealiter voneinander lernen.

 

„Interkulturelle Kompetenz“ heißt das Zauberwort, das nicht nur zu gemeinsamen Begegnungen beiträgt, sondern auch in immer mehr Stellenausschreibungen gefordert wird. Aber was ist das eigentlich, interkulturelle Kompetenz? Ganz einfach: Es ist die Bereitschaft, ohne Scheu, ohne Vorurteile, aber dafür mit einer gesunden Portion Neugier und Feingefühl Menschen zu begegnen, die wir als „anders“ wahrnehmen.

 

Sehr gern gebe ich Ihnen ein Stück interkulturelle Kompetenz mit auf den Weg, helfe Ihnen zu verstehen, wer Ihnen da eigentlich gegenübersteht, und wie Sie einander am besten begegnen können.

Wann gratulieren Sie zum Feiertag? Wie wünschen Sie Gesundheit? Was bedeuten die Wünsche des Gegenübers? An welchen Sitten und Gebräuchen können Sie teilhaben? Und wie umgehen Sie am besten Fettnäpfchen?

Ob Lehrende in der Schule oder Universität, Polizistinnen und Polizisten, Ärzte und Ärztinnen sowie medizinisches Personal, Berufsberater:innen und Geflüchteteninitiativen: Sie alle haben tagtäglich mit Menschen zu tun. Sehr gern unterstütze ich Sie dabei und gebe Ihnen ein Stück Handlungssicherheit.