Von Vollverschleierung bis zu gemeinschaftliche Belästigung: welche Herausforderungen treffen unsere Gesellschaft? 

 

Immer öfter wird die deutsche Gesellschaft mit neuen, fremdartigen Wörtern konfrontiert: Burka, Niqab, Burkini etc. Die Kopftuchdebatte hat sich auf eine Debatte über die Vollverschleierung ausgeweitet. Auf der einen Seite als Symbol der rechtlosen, unterdrückten Frau interpretiert, wird auf der anderen für das weibliche Selbstbestimmungsrecht plädiert: viel wird über verschleierte Frauen geredet, aber wenig mit ihnen. Dabei stilisiert sich die Verschleierung in all ihren Facetten immer mehr zum islamischen Symbol. Ist sie das wirklich? Oder spielen vielmehr Kultur und Tradition eine Rolle?

 

Was bewegt Frauen, sich zu bedecken? Möglicherweise die Angst vor sexuellen Übergriffen, so geschehen in der Silvesternacht 2015/16 in Köln?

 

"Taḥarruš ǧamāʿī" ist seit besagtem Zeitpunkt ein - dem arabischen Sprachgebrauch entlehnter - Begriff aus einer Stellungnahme des Bundeskriminalamtes. Was genau verbirgt sich dahinter? Handelt es sich um ein spezielles Phänomen der islamisch geprägten Welt? Lässt sich die "gemeinschaftliche Belästigung" religiös begründen oder erklären?

 

Zwei Themenbereiche völlig unterschiedlicher Natur tangieren uns durch die Ereignisse der neueren Zeit und stehen allein deshalb schon im Zusammenhang. Eine Diskussion bietet sich an, um das neue Gegenüber besser zu verstehen, Ängste zu nehmen, Vorurteile abzubauen und nicht zuletzt sich selbst zu schützen und vielleicht einen gemeinsamen Kompromiss für ein gutes Miteinander zu finden.