Salafismus und Radikalisierung

 

Mehrere Millionen Muslime leben in Deutschland in Koexistenz mit Nichtmuslimen, ohne dass sie überhaupt wahrgenommen werden. Eine ganz geringe Prozentzahl Männer hingegen hebt sich ab durch lange Bärte, auffällige Kleidung und ihre spezielle Art der Artikulation. Sie verteilen Korane, versuchen - selbst überzeugt, auf dem einzig richtigen Weg zu sein, zu missionieren oder spielen Scharia-Polizei.

 

Wer sind diese Männer, die meinen, "den Islam" und den Willen Gottes als Einzige zu kennen? Die anderen Muslimen den Glauben absprechen? Die ihre missionarischen Ideen mehr und mehr im Netz verbreiten? Sind sie wirklich der Ursprung des im Namen des Islams begangenen Terrorismus?

 

Die Salafisten berufen sich auf die Altvorderen, die ersten drei Generationen von Muslimen nach dem Aufkommen des Islams. Doch ist der religiöse Fundamentalismus wirklich schon so alt oder ist er ein neuzeitliches Phänomen?

 

Was bewegt gerade junge Menschen ohne muslimischen Background, zu der von den Salafisten verbreiteten Form des Islams zu konvertieren? Was macht den Erfolg ihrer Prediger aus? Welche Gefahren bestehen und wie können Jugendliche davor geschützt werden?